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Antonius Barili bezeugte 1502, ein Bild nicht mit gewöhnlichen Farben gemalt, sondern ein solches gänzlich aus Holz mit Messer und Meissel geschnitten zu haben. Unter Louis XIV, 16611700, entwickelte sich die Einlegetechnik in Möbeln. Boulle war der unumstrittene Meister dieser Technik und entwickelte sie zu einer Höchstform mit verschiedensten Materialien: Gelb von Mandelbaum und Buchsbaum, reines Weiss von Stechpalme, Rot von Birnbaum, leicht rotstichig grau von Antillenholz, die ganze Skala der Brauntöne bis zum Schwarzbraun des Nussbaumes. Boulle verwendete auch Metalle wie Kupfer, Zinn und Silber, sowie Horn, Schildpatt, Perlmutt und Elfenbein. Die Vorfahren von Charles André Boulle (16421732) waren unter Heinrich IV aus der Schweiz eingewandert und während zwei Generationen unter den Arkaden des Louvre installiert. Sie unterstanden direkt dem König und waren als Lieferanten des Königs von der Zunft dispensiert. Die beiden Söhne Boulles führten seine Technik weiter. In Deutschland waren die Brüder David und Abraham Röntgen bekannte Möbelbauer und Vertreter der Intarsienkunst, die sich dort bis in die Zeit des Biedermeier hielt. Dann verlor sie sich praktisch. Heute gibt es noch eine Handvoll professionelle Intarsieure und Freizeitbegeisterte, welche auch Werke alter Meister restaurieren oder auffrischen können. |
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